Kaum sind Seen und Teiche zugefroren, werden sie ohne Rücksicht auf die Eisdicke zum Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche. Schlittschuhlaufen, Eisstockschießen und Eishockey erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Zahlreiche Eiseinbrüche - häufig mit tödlichemAusgang - beweisen, wie trügerisch das Eis ist und wie unbesonnen Menschen sich manchmal verhalten. Eingebrochene Personen sind schon nach kurzer Zeit im eiskalten Wasser oft nicht mehr in der Lage sich selbst zu Befreien. Nach den ersten Lähmungssymptomen durch Unterkühlung sind sie schnell vom Tode bedroht.

Die DLRG empfiehlt folgende Eisdicken einzuhalten:

  • mindestens 5 cm für eine Person
  • mindestens 8 cm für eine kleine Personengruppen
  • mindestens 12 cm für Schlittenfahrzeuge
  • mindestens 20 cm für Kraftfahrzeuge

 

Was viele nicht wissen, dass das Eis sich aufgrund verschiedener Einflüsse recht unterscheidliche Dicken - und damit Gefahren - aufweisen. Diese entstehen durch:

  • unterschiedliche Bodentemperaturen in flachen Gewässern,
  • unterschiedliche Strömungsverhältnisse in fließenden Gewässern,
  • durch Einschluss von Gasbläschen über schlammigen Untergrund (verursachen poröse Eisdecken),
  • die Zufuhr von warmen Industriegewässern


Tipps zur Selbstrettung

  1. Überzeuge dich von der Tragfähigkeit des Eises
  2. Wenn du dennoch eingebrochen bist, dann bewahre Ruhe und rufe laut um Hilfe!
  3. Versuche, dich mit ausgebreiteten Armen auf dem selben Weg rückwärts zum Ufer hin zu bewegen (denn dieser Weg hielt ja schon auf dem Hinweg)
  4. Wenn das dünne Eis immer wieder abbricht, dann schiebe oder rolle dich flach auf dem Bach / Rücken auf die Eisfläche und krieche zum Ufer zurück
  5. Suche einen geschützen warmen Raum auf und lege die nasse Kleidung ab.
  6. Trinke warme zuckerhaltige Getränke, aber niemals mit Alkohol gemischt.

 

Tipps zur Fremdrettung:

  1. Wähle sofort den NOTRUF 112
  2. Sprich dem Verunfallten Mut zu und sag ihm wie er sich verhalten soll
  3. Nähere dich dem Verunfallten niemals stehend der Einbruchstelle!
  4. Benutze zur Rettung Hilfmittel die z.B. Leitern, Bretter, Tische, Bänke ... die du dem Verunfallten zuschieben kannst.
  5. Sind keine Hilfmittel verfügbar, ist die Rettung alleine viel zu gefährlich!
  6. Warte auf die alarmierten Rettungskräfte, machen Sie auf sich aufmerksam und weisen Sie die Retter ein!